Apple

Malus spp.

Wie die meisten Obstsorten werden ausgewählte Apfelsorten generell als Bäume in Feld-Sammlungen gepflegt. Genesys listet beinahe 39.000 Akzessionen verschiedener Apfelarten, darunter für den Züchter nützliche wilde Verwandter. Etwa 5 % der Akzessionen liegen in Samenform vor. Da Apfelsamen aber nicht reinerbig sind, sind sie Pflanzenzüchtern nicht so dienlich. Sie könnten allerdings als Sammelbecken der Artenvielfalt genutzt werden. Einige Proben von Apfelgewebe sind in Flüssigstickstoff kryokonserviert.

Apfelbäume können mehrere Jahre bis zur Fruchtreife benötigen. Die traditionelle Zucht ist kosten- und zeitintensiv: 15 - 25 Jahre braucht es von der ersten Kreuzung bis zur Herausgabe einer verbesserten Sorte. Aus diesem Grund haben Züchter die Vielfalt der Genbank-Sammlungen genutzt, um damit Zusammenhänge zwischen genetischen Markern und dem Vorliegen bestimmter Merkmale wie Aroma, Lagerqualität und Krankheitsresistenz zu finden. Diese Marker ermöglichen es dem Züchter nun, eine Population an Kreuzungen nach potenziell interessanten Einzelpflanzen zu untersuchen, noch bevor die Bäume Früchte tragen. Dieser Ansatz ist auch bekannt als Marker-assistierte Selektion (MAS).

Obwohl nur wenige bekannte Apfel-Akzessionen von Wildbäumen stammen, sind Wissenschaftler zunehmend an der Artenvielfalt wilder Apfelsorten interessiert, da ihnen diese eine Möglichkeit bietet, mit den Merkmalen gewerbliche Sorten zu verbessern.

Allgemeine Informationen

Größe der Genbank-Sammlungen

Sonstige akzeptierte Namen