Pearl millet

Pennisetum glaucum

Die Perlenhirse (Pennisetum glaucum) gehört zu einer vielfältigen Gruppe von Getreidearten, die manchmal zusammen auch als Hirse bezeichnet werden und ist aus dieser Gruppe die am häufigsten angebaute Art. Sie wurde wahrscheinlich vor etwa 3000 Jahren in der westlichen Sahelzone domestiziert und verbreitete sich schnell im tropischen Afrika und auf dem indischen Subkontinent. Sie ist sehr widerstandsfähig, kann schwierigen Bedingungen standhalten und ist in den semi-ariden Regionen Asiens und Afrikas eine wichtige Nahrungsquelle.

Die größte Vielfalt der Perlhirse, die über GENESYS verfügbar ist, befindet sich bei der CGIAR genebank beim International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics (ICRISAT) in Indien. Dort befinden sich 90 % der etwa 26.000 Akzessionen. Den Sammlungen der ICRISAT folgen die Sammlungen des Institut de recherche pour le développement (IRD, Frankreich) (3.968 Akzessionen), und des Canadian Genetic Resources Programme, Saskatoon (mit 3.821) wie in der weltweiten Strategie für die Erhaltung der Perlhirse und seiner wilden Verwandtenberichtet wird. Obwohl die Pflanzenzüchter den Hirsen viele Anstrengungen gewidmet haben, werden sie von der etablierten Landwirtschaft weitgehend vernachlässigt. Das zeigt sich auch an den Sammlungen der Genbanken, von denen die meisten traditionelle Sorten und Landrassen halten, obwohl es auch fortgeschrittene Reihen und einige Akzessionen wilder Verwandter gibt.

Die Zuchtforschung zur Perlhirse hatte usprünglich die Verbesserung des gesamten Systems zum Ziel, d. h. den landwirtschaftlichen Produktionsprozess, außerdem die Verbesserung der Zuchtlinien und Technologien wie beispielsweise ein integriertes Schädlingsmanagement gegen bestimmte Schädlinge. In jüngster Zeit konzentrieren sich die Forscher auf die Änderung des Nährstoffprofils der Kolbenhirse, um den Mikronährstoffmangel zu beheben, von dem rund 2 Milliarden Menschen weltweit betroffen sind.

Die konventionelle Zucht hat einige Linien hervorgebracht, die einen höheren Eisengehalt aufweisen. Es gibt Nachweise, dass diese Sorten den Eisenmangel von Frauen und Kindern in Westafrika und Indien senken könnten. In jüngster Zeit hat eine eisenhaltige Hirse nachweislich die Anämie bei jugendlichen Schulkindern in Indien senken können. Zeitgleich werden Sorten mit höherem Zinkgehalt entwickelt.

Allgemeine Informationen

Größe der Genbank-Sammlungen

Sonstige akzeptierte Namen