Sunflower

Helianthus annuus

Die Sonnenblume (Helianthus annuus) ist die fünftwichtigste Ölpflanze und macht ca. 10 % der weltweiten Produktion von pflanzlichen Speiseölen aus. In den letzten 50 Jahren hat sie als wichtige Kalorienquelle in der weltweiten Ernährung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Sonnenblume wird hauptsächlich in subtropischen und tropischen Gegenden angebaut und ihre jährliche weltweite Produktion hat einen Wert von etwa 18 Milliarden Dollar.

Die Sonnenblume wurde vor etwas 4000 Jahren in den östlichen und zentralen Regionen Nordamerikas domestiziert. Die Spanier brachten die Pflanze im 16. Jahrhundert nach Europa, wo sie ursprünglich Zierzwecken diente. Während des 18. Jahrhunderts wurde sie von Peter dem Großen in Russland eingeführt, wo ihr Verzehr und Anbau aufgrund der Einschränkungen während der Fastenzeiten der orthodoxen Kirche beliebt wurde. Die Einschränkungen verbaten den Verzehr von vielen Ölpflanzen, wobei jedoch die Sonnenblume nicht ausdrücklich erwähnt wurde. Die Sonnenblume verbreitete sich in dieser Zeit auch in anderen osteuropäischen Ländern. Sie gelangte später erneut nach Nordamerika. Ihre Verbreitung in Asien, Australien, Afrika und Südamerika erfolgte im 20. Jahrhundert.

Genesis führt Informationen über fast 10.000 Akzessionen der Sonnenblume, wobei 25 % wilde Verwandte sind. Die weltweit größte Sammlung wilder Sonnenblumen befindet sich beim USDA-ARS.

Die Verbesserung des Ölgehalts von Sonnenblumenarten und Hybriden ist nach wie vor eines der Hauptzuchtziele. Neue Ziele ergeben sich jedoch auch aus Fragen der Umwelt und Veränderungen der Verbrauchergewohnheiten. Dazu gehören die Erhaltung guter Erträge in trockenen Bedingungen, die Verbesserung der Qualität des Öls und die Steigerung des Proteingehalts von Sonnenblumenmehl.

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