Chickpea

Cicer arietinum

Die Kichererbse (Cicero ariethinum) ist eine der wichtigsten Hülsenfrüchte in Bezug auf das Anbau- und Erntegebiet. Indien ist der weltweit führende Anbauer und Verbraucher von Kichererbsen. Sechs Länder bauen fast 90 % der weltweiten Produktion an: Indien, Australien, Myanmar, die Türkei, Pakistan und Äthiopien. Die Kichererbse ist eine Hülsenfrucht der kühlen Jahreszeit und wird entweder im Winter oder Frühling angebaut.

Die Kichererbse wurde zusammen mit einigen anderen Kulturen im fruchtbaren Halbmond domestiziert: Einkorn (Triticum monococcum), Emmer (T. turgidum ssp. dicoccum), Gerste (Hordeum vulgare), Linse (Lens culinaris), Erbse (Visum sativum), Flachs (Linum usitatissimum), Linsenwicke (V. ervilia) und wahrscheinlich die Puffbohne (V. faba). Der älteste archäologische Nachweis der Nutzung von Kichererbsen ist über 10000 Jahre alt und wurde im Nordwesten Syriens gefunden. Die Verbreitung der Kultur von Vorderasien nach Europa und Westzentral-Asien begann gegen 5500 v. Chr.

Es gibt zwei Hauptarten der Kichererbse: Kabuli (auch als Venuskicher, Chana oder Garbanzo bekannt) und Desi (auch als Kala chana oder schwarze Kichererbse bekannt). Kabuli wurde vor ungefähr 8000 Jahren aus Desi entwickelt. Kabuli-Kichererbsen sind groß, haben eine beige Farbe und werden hauptsächlich in Südasien angebaut. Desi-Typen sind dagegen kleiner, grün und werden hauptsächlich im Mittelmeerbecken angebaut.

Genesys führt ungefähr 55.000 Akzessionen. Die zwei größten Sammlungen befinden sich im International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics (ICRISAT) in Indien und dem International Crop Research Institute for the Semi-Arid Tropics (ICARDA) im Libanon. Zusätzliche wichtige Sammlungen befinden sich in den USA, der Türkei und Russland. ICARDAs Sammlung umfasst Kabuli-Kichererbsen, während sich ICRISAT sich auf Desi-Arten spezialisiert. Über die Hälfte (58 %) der aufgeführten Akzessionen sind alte Kultursorten und Landrassen, wobei Zuchtmaterial und verbesserte Arten etwas über 30 % ausmachen. 1,5 % der Akzessionen sind derzeit wilde Verwandte.

Die weltweite Strategie für den ex-situErhalt der genetischen Ressourcen der Kichererbse identifiziert einzigartige und höchst vielfältige Sammlung, die für die Zucht der Kichererbse wesentlich sind. Sie stellt Maßnahmen zur sinnvollen Erhaltung ihrer Vielfalt in den Vordergrund. Dazu gehört die Notwendigkeit die Datenebene der Akzessionen weiter zu entwickeln und ein Protokoll für die Regenerierung und Erhaltung von wilden Verwandten zu erstellen.

Allgemeine Informationen

Größe der Genbank-Sammlungen

Sonstige akzeptierte Namen