Lentil

Lens culinaris

Linsen (Lens culinaris) sind die viert-wichtigste Hülsenfrucht. Es werden weltweit jährlich mehr als 9 Millionen Tonnen hergestellt. Die Pflanze wird hauptsächlich in Indien, Kanada, der Türkei, in Nepal und Australien angebaut. Sie ist eine wichtige Quelle für Protein, Ballaststoffe, Eisen, Vitamin A und B. Linsenstroh wird im Nahen Osten und Nordafrika als Futter für kleine Wiederkäuer verwendet. Aufgrund ihrer Fähigkeit in der Atmosphäre vorkommenden Stickstoff zu binden wird die Linse auch als Gründünger eingesetzt.

Die Linse wurde etwa 7000 v. Chr. in Vorderasien domestiziert und ist Bestandteil einer Gruppe von frühen Pflanzen, zu denen auch die Kichererbse, Einkorn, Emmer und Gerste gehören. Die Verbreitung der Linse nach Westen erfolgte um 6000 v. Chr. Sie gelangte zunächst nach Griechenland und Südbulgarien und von dort durch Ungarn, die Tschechische Republik und die Schweiz nach Deutschland. Zur gleichen Zeit gelangte die Pflanze in den Süden Äthiopiens. In östlicher Richtung erreichte die Pflanze um 5000-4000 v. Chr. Georgien, dann Indien und um 2000 v. Chr. Pakistan.

Die weltweite Strategie für denex situErhalt der Linseidentifizierte weltweite 43.214 Akzessionen der Linse. Genesys zeigt Informationen über 70 % dieser Akzessionen. ICARDA hält mit 12.463 Akzessionen die größte Linsensammlung.

Das CGIAR Research Program on Grain Legumesforscht in Bezug auf Linsen. Dazu gehören Linsen-Reis-Anbausysteme in Südasien, wo alte (jedoch produktive) Linsenarten auf Brachland gesät werden, was zu einer effektiveren Landnutzung, verbesserten Lebensbedingungen und einer besseren Ernährung der Bauernfamilien führt.

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